Gier frisst Hirn – oder warum seriös formulierte Werbung wenig Beachtung findet


Täglich flattern mir Mails ins Postfach, die mit reißerischen Parolen und 4- bis 5-stelligen Tagesverdiensten Aufmerksamkeit erwecken wollen. Dasselbe findest du zu Hauf auf Facebook. Und in der Regel wird dann damit geworben, dass man zum Erreichen dieser Ergebnisse keine Vorkenntnisse braucht und man muss sich auch gaaaaaar nicht anstrengen. Warum es dann immer noch so viele gibt, die nicht einmal einen Bruchteil dieser Summen verdienen, erfährst du in diesem Beitrag.

It’s marketing…

Ja, es ist möglich, solche Ergebnisse zu erzielen. Und die meisten Anbieter erbringen auch den Beweis. Und dass solche Resultate möglich sind, möchte ich auch gar nicht bestreiten – ganz im Gegenteil. Auch ich hatte manchmal schon 4-stellige Tageseinkünfte. Aber halt nicht jeden Tag☹.

Es ist auch durchaus legitim, diese Zahlen zu Marketingzwecken zu verwenden. Denn Marketing lebt nun einmal von der Übertreibung, der Überhöhung, skurrilen Metaphern und eben diesen Ausnahmen. Bestimmt kennst du den Slogan „Red Bull verleiht Flügel“ – und es hat sich sicher noch niemand darüber aufgeregt, dass ihm keine solchen nach dem Konsum von Red Bull gewachsen sind 😉. Im Online Marketing werden Werbeaussagen aber viel zu oft für bare Münze genommen.

Grundsätzlich brauchst du auch keine Vorkenntnisse. Aber wenn du keine hast, musst du sie dir erwerben: Marketing-Kenntnisse, strategische Kenntnisse und auch Technik. Das heißt lernen, lernen und noch einmal lernen. Das heißt auch umsetzen, Fehler machen, daraus lernen und es noch einmal probieren. Nicht jeder ist gleich geschickt und ich muss halt auch klar sagen, dass sich nicht jeder fürs Online Business eignet. Denn es gehört auch etwas unternehmerisches Mindset dazu, Eigenverantwortung, Risikobereitschaft, Entschlusskraft und vor allem Durchhaltevermögen. Wer das nicht hat und auch nicht bereit ist, es sich anzueignen, soll es lieber gleich bleiben lassen und sich halt mit einem schlecht bezahlten 9-to-5-Job zufrieden geben.

Es bedeutet auch zusätzliche Arbeit und Anstrengung, wenn man sich ein (Zusatz-)Einkommen über das Internet erwirtschaften will. Das fällt niemandem in den Schoß – ich weiß es aus eigener Erfahrung.

Warum boomen reißerische Slogans?

Ganz einfach, weil sie wirken: D.h. Online-Produkte, die so beworben werden, verkaufen sich gut. Die Käufer dieser Produkte sind aber dann fast durchwegs in der Gruppe der 95% Online Marketer zu finden, die wenig bis gar nichts verdienen. Denn anstatt auch nur einen kurzen Augenblick die kleinen grauen Zellen in Gang zu setzen und zu überlegen, dass einem Geld in der Regel nicht nachgeworfen wird, sondern dass man dafür auch etwas tun muss, erkennen sie nicht, dass die durchaus vorhandenen Möglichkeiten auch erarbeitet werden müssen.

Das sind dann auch diejenigen, die meistens gleich wieder aufgeben und dann verbreiten, dass das alles sowieso nur Schwindel ist und eh nicht funktioniert. Und sie schreiben sich dann ihren – selbst verschuldeten – Frust durch negative und beleidigende Kommentare in den sozialen Netzwerken von der Seele.

Ein Kollege hat kürzlich in seiner Facebook Gruppe einen Test gemacht: Er hat die Gruppenmitglieder gefragt, wer noch im laufenden Monat 5-stellig wöchentlich verdienen möchte – natürlich ohne Vorkenntnisse und fast ohne Arbeitsaufwand.

Am nächsten Tag fragte er die Gruppenmitglieder, wer monatlich 500€ verdienen möchte und dafür auch einigen Arbeitsaufwand auf sich nehmen müsste.

Das Ergebnis war verblüffend, aber auch erwartet: Für das erste Angebot interessierten sich vier Mal so viele Gruppenmitglieder wie für das realistisch-seriöse zweite Angebot …

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Wie immer freue ich mich über dein Feedback und über deine Erfahrungen zu diesem Thema.

Bis bald

Die Internet-Oma

 

 

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2 comments

  • Ich lese deine Beiträge sehr gerne. Gerade dieser Beitrag hat mir aus der Seele gesprochen.

    Zitat Anfang
    Denn anstatt auch nur einen kurzen Augenblick die kleinen grauen Zellen in Gang zu setzen und zu überlegen, dass einem Geld in der Regel nicht nachgeworfen wird, sondern dass man dafür auch etwas tun muss, erkennen sie nicht, dass die durchaus vorhandenen Möglichkeiten auch erarbeitet werden müssen.
    Zitat Ende.

    Da bin ich der Meinung, dass der Käufer nicht in der Verantwortung steht. Denn im Online-Marketing ist der Käufer vom Dialog ausgeschlossen und hat keine Möglichkeit, sich an den Argumenten der Käufers zu orientieren. Und wenn primär über Emotionen verkauft wird und der Käufer auf die Trigger anspricht und er wertloses Zeug erhält, dann muss das zum Problem des Verkäufers werden. Wird es aber nicht.

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